Grundlagen zum Modul Kunden-werben-Kunden

Das Modul „Kunden-werben-Kunden“ (oder auch kurz „KwK“) im MailingMax bietet alle notwendigen Daten und Mechanismen, um Kunden-Werbungen sowie Provisionen für Kunden und optional auch für Verkäufer zu verwalten.

Ablauf

Damit das KwK in Zusammenspiel mit der Warenwirtschaft funktioniert, verwenden wir zum Abgleich mit den Kaufverträgen einfach ein paar spezielle Artikelnummern/Ausführungen, so dass in der Warenwirtschaft keinerlei spezielle Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Es werden auch keine speziellen Zusatzmodule in der Warenwirtschaft benötigt. Das KwK-Modul ist damit vollkommen unabhängig von der Warenwirtschaft.

Beim Abschluss eines Kaufvertrages kann der Kunde einfach gefragt werden, ob er beim KwK-Programm teilnehmen möchte. Falls „Ja“, wird einfach eine zusätzliche Position mit einer speziellen Artikelnummer in den Kaufvertrag mit aufgenommen. Gleiches entsprechend, falls der Kunde nicht teilnehmen möchte. Diese Position kann gleich vom Verkäufer mit dem Auftrag mit erfasst werden, so dass der Kunde die entsprechende Position auch schriftlich auf seinem Auftrag mit stehen hat. Alternativ kann die Position auch jederzeit nachträglich erfasst werden, etwa in der Auftragsnachbearbeitung.

Sofern eine Kundenwerbung stattgefunden hat (also ein Kunde kauft, und sagt dabei, er sei von Kunde XYZ geworben worden), wird ebenso einfach eine zusätzliche KV-Position erfasst, und im Positionszusatztext oder im Ausführungstext werden einfach die Daten des Werbers abgespeichert. In diesem Positionszusatz kann ein beliebiger Text erfasst werden, bei der Datenübernahme wird einfach nach einer Nummer mit der korrekten Länge (beispielsweise 6-stellig) gesucht, und diese als Auftragsnummer übernommen. Unter SHD MHS kann dieser Positionszusatztext auch mit dem Vorzeichen „**“ als „unsichtbar“ markiert werden, so dass dieser Zusatztext nicht am Auftrag mit erscheint. Welcher Positionszusatztext dabei analysiert wird, kann in den Programmparametern im MailingMax eingestellt werden. Bei Ametras MOEVE werden anstelle des Positionszusatztextes die Ausführungstexte 1, 2 und 3 analysiert.

Auf diese Weise kann der MailingMax im Import alle notwendigen KwK Daten erfassen, speichern und verarbeiten.

Wichtig: Wenn Sie mit dem KwK-Modul arbeiten, dürfen Sie in der Warenwirtschaft nicht mit wiederverwendeten Auftragsnummern arbeiten! Da in der Referenz zwischen Neukunde und Werber nur die Auftragsnummer erfasst wird, muss diese auch eindeutig sein! Bei wiederverwendeten Auftragsnummern wäre dies nicht gegeben!

Auswertung der KwK Daten

Direkt beim Import der Daten bzw. bei der Übernahme in das KwK-Modul, werden alle Kaufverträge umfangreich geprüft, und Sie erhalten ein Fehlerprotokoll mit allen problematischen oder unvollständigen Einträgen. Auf diese Weise haben Sie schnell im Griff, ob das KwK auch von Ihren Verkäufern gepflegt wird.

Natürlich können Sie auch im Abfrage-Assistenten auf alle KwK-Daten zugreifen, und so gezielt Ihre KwK-Mitmacher anschreiben.

Die hinterlegten Werbungsdaten (also die Beziehungen (Neu)Kunden ⇐⇒ Werber) können entsprechend genauso ausgewertet werden, und etwa für eine Provisionierung der Werber oder auch der Verkäufer herangezogen werden. Hierbei werden natürlich auf Wunsch nur erledigte Auftragspositionen sowie nur echte Waren (also keine Dienstleistungsumsätze) berücksichtigt.

Bei der Provisionierung der Werber wird der ausgelieferte Warenumsatz von all jenen Kaufverträgen berechnet, in denen der Werber im Positionszusatztext hinterlegt ist. Damit können die Umsätze direkt zugeordnet werden, und so die Provision berechnet und natürlich auch direkt als Exceldatei oder Textdatei exportiert werden. So können Sie einfach und schnell die Gutscheine per Microsoft Word Serienbrief versenden.

Optional kann hierzu natürlich auch ein Mindestbetrag für die Gutscheine festgelegt werden, die Höhe der Provision kann ebenso beliebig angepasst werden.

Der gleiche Mechanismus funktioniert ebenso für die Provisionierung der Verkäufer.

Prozentual oder Fixgrenzen

Für die Berechnung der Provision gibt es grundsätzlich zwei Varianten:

Eine Prozentuale Provisionierung berechnet die Provision für den Werber prozentual anhand des Neukunden-Umsatzes. Macht der Neukunde etwa 1.000 € Umsatz, so erhält der Werbung davon einen Anteil in Höhe von beispielsweise 3% des Neukunden-Umsatzes.

Alternativ dazu gibt es auch die Möglichkeit, feste Gutschein-Beträge anhand von fixen Grenzwerten festzulegen, etwa 50€ Gutschein bei mehr als 1.000€ Umsatz, 100€ Gutschein bei mehr als 2.000€ Umsatz, etc. Dies kann die Erstellung der Gutscheine erleichtern, da es nur wenige feste Werte gibt, und nicht um Cent-Beträge gefeilscht werden muss.

Beide Varianten werden im MailingMax getrennt voneinander betrachtet und ausgewertet, für jede Variante gibt es ein eigenes Untermenü, so dass bei Bedarf auch beide Möglichkeiten genutzt werden können, oder ein fließender Übergang zwischen den Varianten ermöglicht wird.

mailingmax/kunden-werben-kunden/grundlagen.txt · Zuletzt geändert: 30.08.2021 17:07 von mkahlert · 2142 Zugriffe bisher